Hansa-Trainer Jens Härtel hofft beim Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 15:30 Uhr) auf den Effekt von Zuschauern und Standardsituationen. Das Duell der beiden Mannschaften hat mittlerweile fast schon eine kleine Tradition.

Dritte Begegnung in Folge

Im dritten Jahr in Folge kommt es in der ersten Runde des DFB-Pokals zur Paarung Hansa Rostock gegen VfB Stuttgart. Während die Kogge 2018 mit 2:0 die Oberhand behielt, setzte es im vergangenen Jahr eine 0:1-Niederlage gegen den damaligen Zweitligisten. Dieses Mal soll wieder gejubelt werden. Für Trainer Jens Härtel habe sich in den Testspielen gezeigt, dass seine Mannschaft auch mit höherklassigen Gegnern mithalten kann. „Wir haben während der Vorbereitung gegen die Zweitligisten HSV und Kiel sowie gegen Aufsteiger Braunschweig gespielt und es gut gemacht“, zitiert ihn die „Ostsee-Zeitung“. Während man gegen Hamburg (0:1) und Kiel (1:3) noch den Kürzeren zog, konnte die Eintracht (1:0) bezwungen werden.

Zulassung von Fans „phänomenal“

Zusätzlichen Rückenwind bringt der Erfolg im Landespokal: „Es ist vielleicht ein Mini-Vorteil für uns, dass wir alle schon mal unter Spannung gestanden haben“. Der VfB bestreitet gegen Rostock sein erstes Pflichtspiel in dieser Saison. Härtel betonte, dass seine Spieler eine gute Trainingswoche absolviert hätten. Eine mögliche Siegstrategie hat er sich auch schon überlegt: „Viele Standardsituationen zu bekommen und sie gut zu nutzen, wäre ein Vorteil. Das ist ein großes Thema, mit dem wir in der vergangenen Saison nicht zufrieden waren“, so der 51-Jährige. Ein anderer Trumpf könnte die Zulassung von Zuschauern werden: „Der DFB-Pokal ist nichts Alltägliches – das macht immer riesig Spaß. Diesmal ist phänomenal, dass wieder Fans dabei sein werden“, freut sich Torwart Markus Kolke auf die insgesamt 7.500 Unterstützer im Ostseestadion. Bis Freitagnachmittag waren rund 5.500 Karten verkauft.

Hansa braucht Sahnetag

Mit Blick auf die Vorbereitung der Schwaben stellt Härtel fest: „Sie haben lediglich gegen den englischen Meister FC Liverpool mit 0:3 verloren. Aber es war nicht immer alles Gold bei ihnen. Sie haben auch Lücken, die wir am Sonntag finden müssen“. Dennoch ließ Stuttgart mit Siegen gegen Sandhausen, den HSV, Bielefeld sowie Strasbourg durchaus aufhorchen. Fest steht, dass Hansa einen sehr guten Tag erwischen muss, um weiterzukommen. „Die nächste Runde zu erreichen und im Dezember vielleicht im vollen Ostseestadion unter Flutlicht zu spielen, sollte Ansporn genug sein“, meint der Trainer. Verletzungsbedingt nicht dabei sein werden Nik Omladic (Aufbautraining), Max Reinthaler (Muskelfaserriss), Oliver Daedlow und Luca Schulz (beide Trainingsrückstand).

Quelle: https://www.liga3-online.de/pokalspiel-gegen-stuttgart-hansa-rechnet-sich-chancen-aus/